Nach Torsy

6. Dezember Nikolaus [Griechisch: „Der Sieger des Volkes”] ist wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 4,. Jh.s Bischof von Myra gewesen. Ein Kranz von Legenden überdeckt seinen Lebensweg. Sein Kult ist seit dem 6. Jh.s in Myra und Byzanz nachweisbar. Im 9. Jh. wurde Nikolaus auch in Unteritalien und Rom verehrt. Bald drang sein Kult, gefördert durch die Kaiserin Theophanu, im 10. Jh. auch nach Deutschland, Frankreich und England. Die Überführung seiner Gebeine 1087 von Myra nach Bari brachte eine Hochblüte des Kultes in ganz Europa. Da die Legende ihn als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schilderte, wird er als Helfer in allen Nöten gerufen. Ganz besonders gilt Nikolaus als Freudenbringer für die Kinder. In Lothringen wird er als Landespatron verehrt.

dargestellt in bischöflichem Ornat mit Anker oder Schiff, mit Bottich mit drei Knaben, mit Geldbeutel der Münzen, die er drei Mädchen in eine Hütte reich, mit drei Broten oder Goldstücken oder Äpfeln

Patron der Richter, Rechtsanwälte, Notar, Schreiber, Kinder, Schüler, Chorknaben, Jungfrauen, Reisenden, Pilger, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Kaufleute, Apotheker, Parfümfabrikanten und -händler, Müller, Korn- und Samenhändler, Metzger, Weber Leineweber, Tuchscherer, Spitzen- und Tuchhändler, Knopfmacher, Steinbrucharbeiter, Steinmetzen, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Weinhändler, Wirte für glückliche Heirat, ,Befreiung von Gefangenen, Wiedererlangung gestohlener Dinge; gegen irrige Urteile, Wassersgefahren, Seenot, Diebe.

© Jakob Torsy: Der große Namenstagskalender. Freiburg, Basel, Wien: Herder 3/1998

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