Die Vernichtung des Öls der Diana

Als Pilger aus weiter Ferne sich anschicken, die Seefahrt nach Myra anzutreten, um das Grab des hl. Nikolaus zu besuchen, naht ihnen in Frauengestalt ein Dämon, der einst in dem von Nikolaus zerstörten Artemistempel von Myra gehaust hatte, und übergibt ihnen ein mit Öl gefülltes Gefäß mit der Bitte, das Öl in die Lampen der Nikolauskirche zu gießen. Auf hoher See erscheint der Heilige einem der Pilger im Schlafe und befiehlt, das Gefäß ins Meer zu werfen. Als anderen Morgens der Befehl ausgeführt wird, erhebt sich auf dem Meere Feuerflamme, Rauch und Gestand, das Meer gerät in solche Wallung, dass nur die Hilfe des Heiligen das Schiff vor dem Untergange bewahrt. Da erkennen die Wallfahrer den dämonischen Trug und danken Gott und dem hl. Nikolaus.

© Karl Meisen: Nikolauskult und Nikolausbrauch. Düsseldorf 1931.

Für uns nur das Original!